Weihnachtsbrief im Dezember 2013

CHRISTI KREUZ
erscheint bei jedem Licht
und durchdringe jede Finsternis,
jeden Tag und jede Nacht
Eures Lebens.
Irischer Segen

Sehr geehrte Damen und Herren,

ein Kreuz – das Motiv für unseren diesjährigen Advents- und Weihnachtsbrief – sollten wir uns in der Zeit geirrt haben?

Dieses Kreuz hängt in der vor kurzem eingeweihten neuen Eingangshalle des Vinzenzkrankenhauses, einer weiteren Einrichtung der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul in Hildesheim. Angestrahlt und von der Wand reflektiert, nimmt es den Betrachter hinein in einen Moment des Innehaltens, vielleicht auch des Berührtwerdens. Patienten und Besucher werden mit dem Kreuz daran erinnert, dass sie mit ihren Fragen, Ängsten und auch mit ihren Hoffnungen bei Christus gut aufgehoben sind. Ihm, dem all diese Gefühle nicht fremd waren.

Der Segen „Christi Kreuz erscheint bei jedem Licht und durchdringe jede Finsternis, jeden Tag und jede Nacht Eures Lebens“ vermag auszudrücken, dass das Licht der Weihnacht und die Finsternis von Karfreitag dicht beieinander liegen. Als Christen glauben und hoffen wir, dass das Kreuz – auch die Kreuze unseres Lebens – durch Ostern, nicht das letzte Wort haben müssen.

Im vergangenen Jahr haben wir vom Ambulanten Palliativdienst und im stationären Hospiz viele Menschen begleitet, deren Erkrankung ihr Leben durchkreuzt hat. Pläne konnten nicht weiter verfolgt werden, Beziehungen hatten sich verändert, die Hoffnung auf Heilung wurde durchkreuzt. Unsere Patienten standen und stehen immer wieder vor der großen Aufgabe, mit ihren durchkreuzten Lebensentwürfen umzugehen.

Als begleitende und pflegende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben wir große Achtung und Respekt davor, wie sich unsere Patienten und deren Zugehörige ihrer Situation stellen. Wir sehen nach wie vor unsere Aufgabe darin, die uns anvertrauten Patienten mit Umsicht, Wissen und Fürsorge zu begleiten. Dazu gehört auch die Begleitung der trauernden Zugehörigen.

Auch wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mussten in diesem Jahr persönlich Abschied nehmen von Schwester Maria Alexandra (Anna Scheele). Sie starb am 3. Juli 2013 im Alter von 87 Jahren im Hospiz Luise. Sie leitete ab 1994 im neu gegründeten Hospiz Luise den kleinen Konvent. Ihre Präsenz hier im Hause war für uns wohltuend und an vielen Stellen immer hilfreich.

Im Ambulanten Palliativdienst und im Hospiz Luise sind wir auf die Unterstützung von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angewiesen. Ehrenamtliche können mit ihrem Dasein und ihrem Mitgefühl eine wertvolle Unterstützung anbieten. Sie können einbringen, was hilfreich ist. Und so freuen wir uns, dass sich immer wieder Menschen bei uns melden, die sowohl im Ambulanten Palliativdienst als auch im stationären Hospiz Interesse an ehrenamtlicher Tätigkeit bekunden. Aufgrund der vielfältigen Anfragen haben wir uns in diesem Jahr entschlossen, einen Befähigungskurs zur Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen anzubieten. In diesem Kurs wurde nach einem Einführungswochenende u.a. intensiv an Themen wie Gesprächsführung, kultursensible Begleitung, pflegerische und medizinische Aspekte in der Begleitung gearbeitet. Im kommenden Jahr ist ein weiterer Kurs geplant.

Den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sowie allen Menschen, die unsere Arbeit in vielfältiger Weise unterstützen, sei an dieser Stelle ein aufrichtiges Dankeschön gesagt. Die stille, finanzielle und tatkräftige Unterstützung macht die Begleitung und Pflege unserer Patienten möglich.

Wir wünschen Ihnen – auch im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hospiz Luise mit seinem Ambulanten Palliativdienst – eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit.

Mit herzlichen Segenswünschen
Kurt Bliefernicht, Gesamtleitung
Anja Bohlen-Bruchmann, Leitung Ambulanter Palliativdienst

Titelmotiv: Metallkreuz angefertigt von Pater Abraham Fischer OSB 
Abtei Königsmünster in Meschede

 

Terminankündigungen

2013

Herzlich laden wir Sie ein, und freuen uns, Sie bei der einen oder anderen Veranstaltung begrüßen zu können.

Zum diesjährigen 1. Adventswochenende, 29. November bis 1. Dezember 2013, laden wir auf den Lister Weihnachtsmarkt ein. Dort bieten wir in der Kirchenbude zugunsten des Hospiz Luise selbstgemachte Marmelade, Selbstgebackenes, Gestricktes und die beliebten Fröbelsterne an.

2014

Am Donnerstag den 30. Januar 2014, 19:30 Uhr, laden wir in die Marktkirche Hannover zum Benefizkonzert zu Gunsten des Hospiz Luise und dem Uhlhorn Hospiz, ein. Freuen Sie sich mit uns auf den Markus Chor Hannover und weiteren Künstlern, sowie Lesungen.

Am Mittwoch, den 2. April 2014, 18:00 Uhr, werden wir unseren Gedenkgottesdienst in der St.-Martin-Kirche in Hannover-Roderbruch (Nußriede 21) feiern. Dazu laden wir ganz herzlich ein. Wir wollen aller Verstorbenen des vergangenen Jahres gedenken, die wir ambulant und stationär begleitet haben.

Am Samstag, den 26. Juli 2014, 11:00 Uhr, feiern wir wieder unser traditionelles Sommerfest rund um das Hospiz Luise. Im Mittelpunkt steht das Motto: 20 Jahre Hospiz Luise in Hannover. Wie in den vergangenen Jahren, wird der Kinder- und Jugend-Zirkus „Salto“ wieder auftreten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

 

Der Weihnachtsbrief im pdf-Format.